Willkommen auf der Homepage der Fachzeitschrift PAPETERIE UND BÜRO, der einzigen PBS-Fachzeitschrift in der Deutschen Schweiz.

Aktuelle Ausgabe September 2016

Mit dem Schwerpunkt "Schreibkultur, Glückwunschkarten".

 

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Office Factory wächst

Adrian Schmidhäusler

Per 1.9.16 übernimmt die in Lachen beheimatete Firma Office Factory AG von Lucas Schluep die Vertretungen und Marken der LiteXpress Schweiz GmbH. LiteXpress hat verschiedene Outdoor-Produktelinien in der Schweiz vertrieben, darunter Maglite, SILVA, NiteIze und LiteXpress. Diese Marken sind vor allem im Sportfachhandel, im Eisenwarenhandel und bei den Behörden (Feuerwehr, Polizei) bekannt und beliebt. Der Geschäftsführer von LiteXpress, Adrian Schmidhäusler wird neu Verkaufsleiter und stellvertretender Geschäftsführer der Office Factory AG. Mit ihm wechseln Zlatko Jurkic, Verkauf Innendienst und Peter Hürlimann, Logistik, zur Office Factory AG.

Mit den neuen Produktegruppen eröffnet sich für die Office Factory AG neue Vertriebskanäle, mit Synergien zum bestehenden Sortiment von Büroprodukten.

Caran d'Ache steigert Farbstiftproduktion

Carole Hübscher

Die von Erwachsenen neu entdeckte Begeisterung für das Malen und Ausmalen wirkt sich äusserst positiv auf den Farbstiftmarkt aus. Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, hat das 101-jährige Genfer Familienunternehmen Caran d’Ache sein Produktionsvolumen erhöht. Ein weiteres Zeichen für die Vitalität dieses speziellen Segments: Das vom Maison Caran d’Ache signierte Malbuch wurde innert weniger Monate zum Bestseller.

Die ersten Anzeichen für den Maltrend bei Erwachsenen machten sich im Jahr 2012 in den USA und Frankreich bemerkbar. In den vergangenen zwei Jahren eroberte dieser nach und nach auch die Schweiz und andere europäische Länder. Die ersten, die von diesem Trend profitiert haben, waren die Buchhandlungen, in denen die Nachfrage nach Malbüchern explodierte. Die Caran d’Ache-Händler wiesen die Manufaktur in Genf auf eine mögliche Verknappung von Farbstiften hin. «Dank der engen Beziehung zu unseren Partnern konnten wir uns auf den Ansturm vorbereiten», erklärt Carole Hübscher, Präsidentin des Verwaltungsrats von Caran d’Ache.

MAUL meldet Umsatzplus

Im Heimmarkt Deutschland konnte ein Plus von 12,3% verbucht werden, im Ausland erreichte man ebenfalls erfreuliche 6,6 %. Den Zuwachs begründet das Odenwälder Familienunternehmen unter anderem mit der zukunftsorientierten Sortimentspolitik, die MAUL seit Jahren betreibt. Auch für das zweite Halbjahr ist eine Fortführung der positiven Gesamtentwicklung geplant.

 

Für Staples ist Rückzug aus dem UK-Markt eine Option

Die UK-Tochter sei auf finanzielle Unterstützung des Mutterkonzerns angewiesen, um den laufenden Betrieb weiter zu finanzieren.

Die Unternehmens- beratungsgesellschaft KMPG sei beauftragt worden, alle unternehmerischen Möglichkeiten zu prüfen, darunter auch den Rückzug aus dem britischen Markt. Staples betreibt aktuell 107 Fachmärkte auf der Insel.  Nach einer Umstrukturierung konnte zwar im letzten Jahr in Großbritannien ein Umsatzplus von 7 % auf 116 Mio. britische Pfund erreicht werden, bei einem Gewinn von 3,4 Mio. Pfund. Die Zeitung berichtet aber, dass Handelsexperten durch den kommenden Brexit einen noch stärkeren Trend hin zu online und weg von stationären Geschäften erwarten. Ein StaplesSprecher bestätigte lediglich, dass strategische Alternativen geprüft würden, nachdem die Akquisition von Office Depot durch die US-Wettbewerbsbehörde FTC untersagt worden war.

25 Jahre Pagna

Marie-Luise Hunke sitzt seit 25 Jahren erfolgreich am Steuer von Pagna, hier auf dem Foto mit neuernanntem Leiter der Logistik.

Von der einfachen Buchbinderei zum Unternehmen mit moderner Produktionshalle, einem umfassenden Sortiment sowie rund 100 Mitarbeitern – die Erfolgsgeschichte von Pagna. In 25 Jahren hat sich das Unternehmen zu einer erfolgreichen und schlagkräftigen Firma entwickelt, deren Produkt-Sortiment weitgefächert ist und international vertrieben wird.

Pagna hat es sich zur Aufgabe gemacht, Produkte zu entwickeln, die das Ordnen und Archivieren von Unterlagen im Büro und Zuhause vereinfachen. Die Breite des PAGNA-Angebotes bilden Pultordner, Unterschrifts- und Bewerbungsmappen, Geschäftsbücher, Register, Freunde- sowie Tagebücher. Darüber hinaus bietet Pagna attraktive Lösungen für den Bereich Schule und Bewerbung. Für die besonderen Momente hält das Produktportfolio Foto- und Eventalben zur freien Gestaltung bereit.

Neben der praktischen Handhabung besteht das Erfolgsrezept dabei in den farbenfrohen, modernen und emotionalen Designs, die sich insbesondere in den Schul- und Papeterie-Serien zeigen. Außergewöhnliche Ideen und kreative Problemlösungen haben Pagna zu einer etablierten Marke in Deutschland, Österreich und der Schweiz geformt.

Bei der Herstellung setzt Pagna auf „Made in Germany“. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertigen in Gnadau unweit von Magdeburg den größten Teil der Produktpalette. Im engen und direkten Kontakt zu den Kunden einerseits und der schnellen Umsetzung von Kundenwünschen direkt in Deutschland andererseits liegen große Stärken des Unternehmens.

Der Vertrieb wird seit 2004 aus dem sauerländischen Iserlohn, der Heimat von Unternehmenslenkerin Marie-Luise Hunke, gesteuert. Er richtet sich an den Fachhandel genauso wie an den gewerblichen und privaten Endverbraucher. Seit der Gründung 1991 ist es gelungen, den Umsatz kontinuierlich zu steigern. Während anfänglich der Vertrieb auf lokale Händler ausgerichtet war, hat sich der Markt über große Einkaufs- und Marketingorganisationen bis hin zu großen global agierenden Kunden gravierend geändert. „Im Fokus haben wir in erster Linie die Region DACH. Darüber hinaus freuen wir uns aber zunehmend über unseren Erfolg, beispielweise auf dem gesamteuropäischen Markt“, so Marie-Luise Hunke zum Vertriebsnetz.

Orell Füssli AG

Orell Füssli erzielte im ersten Semester 2016 einen Nettoerlös von CHF 139.5 Mio. und liegt knapp unter Vorjahresniveau (CHF 141.5 Mio.). Das Halbjahresresultat auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden und beträgt CHF 7.9 Mio. (Vorjahresperiode CHF 7.5 Mio.).

Der Nettoerlös der Division Atlantic Zeiser liegt im ersten Halbjahr bei CHF 38.2 Mio. (Vorjahresperiode CHF 27.1 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt CHF 1.8 Mio. und liegt  über dem Vorjahresniveau (CHF 1.1 Mio.). Im Betriebsergebnis ist ein Sondereffekt in Höhe von CHF -1.5 Mio. enthalten. Im Hinblick auf die erstmalige Konsolidierung der Verkaufsgesellschaft in China wurden Wertbereinigungen von vergangenen Aufbauaufwendungen vorgenommen. Insbesondere in den Geschäftsfeldern Banknotenserialisierung und Kartenpersonalisierungssysteme konnte der Nettoerlös gegenüber dem Vorjahr markant gesteigert werden. Das Geschäftsfeld Verpackung hat sich im ersten Halbjahr 2016 trotz einer Steigerung des Auftragsbestandes gegenüber dem Vorjahr unter den Erwartungen entwickelt. Es herrscht kundenseitig nach wie vor Zurückhaltung bei Investitionsentscheiden in Zusammenhang mit der im Februar 2016 in Kraft getretenen EU-Verordnung über die Erhöhung der Fälschungssicherheit und Serialisierung bei Medikamenten. Die Aktivitäten zur Stärkung der internationalen Verkaufsorganisation wurden planmässig fortgesetzt und weiteres Fachpersonal mit Erfahrung aus der Pharma-Zulieferindustrie rekrutiert. Im zweiten Halbjahr liegt der Fokus der Aktivitäten auf einer Steigerung der Nettoerlöse insbesondere im Geschäftsfeld Verpackung.

 

Im Sicherheitsdruck beträgt der Nettoerlös im ersten Halbjahr 2016 CHF 55.0 Mio. (Vorjahresperiode CHF 67.2 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei CHF 8.5 Mio. (Vorjahresperiode CHF 9.3 Mio.). Der Hauptgrund für den Rückgang im Nettoerlös im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das Fehlen von Zusatzaufträgen, die im Verbund mit ausgewählten Partnerdruckereien ausgeführt wurden und 2015 zu einem substantiellen Zusatzergebnis führten.  

Durch eine deutliche Steigerung der Produktivität gegenüber der Vorjahresperiode verbesserte sich die EBIT-Marge von 13.8% auf 15.5%. Die Produktion von Banknoten verlief im ersten Halbjahr 2016 gemäss Plan. Für zwei Hauptkunden ist die Herstellung weiterer Denominationen im Rahmen der Emission neuer Banknotenserien in vollem Gange. Die Anstrengungen zur Akquisition neuer Schlüsselkunden wurden im ersten Halbjahr 2016 intensiviert und entsprechendes Verkaufs- und Beratungspersonal aufgebaut. Seit der Emission der neuen Schweizer Banknotenserie im April 2016 kann die Positionierung als Anbieter sicherer und qualitativ hochwertiger Banknoten noch konkreter unterstrichen werden. Die marktseitigen Aktivitäten werden im zweiten Halbjahr weiter ausgebaut. Im ersten Halbjahr 2016 erfolgten ergänzende Umbauten und Erweiterungen an den Prozessen und Anlagen. Damit wurden Voraussetzungen für eine weitere Steigerung der Qualität und Produktivität geschaffen.  

 Der Nettoerlös der Division Buchhandel hat sich im ersten Halbjahr 2016 leicht rückläufig  entwickelt und beträgt CHF 41.7 Mio. (Vorjahresperiode CHF 43.0 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich im ersten Halbjahr 2016 auf CHF -0.7 Mio. (Vorjahresperiode CHF -1.9 Mio.). Ein ausserordentlicher Ertrag in Höhe von CHF 1.1 Mio. resultierend aus Erträgen durch die Restrukturierung des Filialnetzes (CHF 1.7 Mio.) sowie Aufwänden für das Transformationsprogramm (CHF -0.6 Mio.) hat das Halbjahresergebnis insgesamt positiv beeinflusst. Der gesamte Buchmarkt in der Schweiz schrumpfte im ersten Halbjahr 2016 kumuliert über alle Verkaufskanäle (stationärer Buchhandel, Online-Versand und E-Books) um ca. 4% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist unverändert die Abwanderung von Einkäufen in den Euro-Raum bedingt durch die Wechselkurssituation zwischen Franken und  Euro. Das Ende 2015 begonnene Transformationsprogramm wurde im ersten Halbjahr 2016 den Erwartungen entsprechend umgesetzt. Das Programm wird auch im zweiten Halbjahr konsequent weitergeführt. Im Rahmen der Vereinheitlichung des Markenauftritts wurden im Mai 2016 die ehemaligen «Thalia»-Filialen in «Orell Füssli» umbenannt sowie www.orellfüssli.ch als  Online-Shop aufgeschaltet. Im Juni 2016 wurde der English Bookshop in den Kramhof an der Füsslistrasse in Zürich übersiedelt und erfolgreich integriert.

 

Der Nettoerlös der Orell Füssli Verlage lag im ersten Halbjahr 2016 um 11% über dem Vorjahr. Der Zuwachs ergibt sich aus dem guten Abschneiden des Programmbereichs «Kinderbuch», in dem sowohl die klassischen Reihen wie «Globi» und «Schellen-Ursli» als auch die neu entwickelten Programmteile zugelegt haben. Die übrigen drei Programmbereiche (Sachbuch, Juristische  Medien, Lernmedien) liegen in etwa auf Vorjahresniveau. Der Ausbau der Vertriebsaktivitäten  in Richtung Deutschland und Österreich ist insbesondere im Bereich Kinderbuch erfolgreich verlaufen.  

 

Aussichten 2016

Für die Orell Füssli Gruppe erwarten wir gesamthaft ein leicht besseres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Im Sicherheitsdruck bleibt das Ziel trotz des Wegfalls von ausserordentlichen Aufträgen mit externen Partnerdruckereien ein Ergebnis in der Grössenordnung des Vorjahres.  Atlantic Zeiser hat die Zielsetzung, den positiven Trend im Nettoerlös im zweiten Halbjahr 2016 fortzusetzen. Im Buchhandel gehen wir aufgrund der eingeleiteten Massnahmen im Transformationsprojekt davon aus, das Vorjahresergebnis wiederholen zu können. Massgeblich für das Abschneiden ist aber wie jedes Jahr der Erfolg im Weihnachtsgeschäft.

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